Biochemie für Mediziner: Ein Lern- und Arbeitsbuch mit by Markus Linnemann, Michael Kühl, S. Güler

By Markus Linnemann, Michael Kühl, S. Güler

In der medizinischen Grundlagenforschung nimmt die Biochemie einen immer bedeutenderen Rang ein, doch leider stellt das Fach nur allzu oft eine der gro?en H?rden vor dem Physikum dar. Mit diesem Lehrbuch verhelfen die Autoren den Studenten der Medizin und der Zahnmedizin im vorklinischen Studienabschnitt ganz entscheidend zu einem Verst?ndnis f?r die Biochemie und Pathobiochemie. Die Biochemie wird f?cher?bergreifend dargestellt, wobei auf ausf?hrliche klinische Bez?ge (Pathobiochemie, Klinische Chemie) besonderer Wert gelegt wird. In der 7. Auflage wurden die Kapitel Aminos?urestoffwechsel und Immunologie vollst?ndig neu bearbeitet, weitere five Abschnitte wurden ebenfalls aktualisiert. Im gesamten Buch wurden klinische Bez?ge wenn n?tig neueren Entwicklungen angepasst sowie Abbildungen modernisiert. Die folgenden 7 Kapitel bzw. Abschnitte wurden ganz neu aufgenommen: - Intrazellul?res Proteintargeting - Zellzyklus, Apoptose und Nekrose  - Signaltransduktion w?hrend des Sehprozesses - JAK/STAT-Signalkaskade - Leptin Eine Fragensammlung wurde mit aufgenommen.   

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Im menschlichen Organismus kommen nur L-Aminosäuren vor. Die FISCHER-Projektion findet auch Anwendung bei der Nomenklatur der Kohlenhydrate und wird uns dort wieder begegnen. Wir kommen nun zu einer weiteren spezifischen Eigenschaft von Enantiomeren: Sie sind optisch aktive Substanzen, d. h. sie drehen die Ebene linear polarisierten Lichts um einen bestimmten Winkel, den sogenannten Drehwinkel α, nach rechts oder links. Linear polarisiertes Licht schwingt nur in einer zur Ausbreitungsrichtung vertikalen Ebene, natürliches Licht hingegegen ist ein Gemisch unendlich vieler Schwingungsebenen vertikal zur Ausbreitungsrichtung.

Dieser heißt Polarisationswinkel α. Die Ursache für die optische Aktivität liegt im oben bereits erläuterten asymmetrischen α-C-Atom. Enantiomere drehen die Ebene des linear polarisierten Lichts um den gleichen Winkelbetrag, jedoch in unterschiedliche Richtungen: in einem Fall nach rechts, im anderen nach links. Dies bezeichnet man als Drehsinn; er wird durch die Symbole (+) für rechtsdrehend und (–) für linksdrehend angegeben. Enantiomere haben bis auf ihren unterschiedlichen Drehsinn die gleichen chemischphysikalischen Eigenschaften!

Können wir einem System sowohl Materie als auch Energie zuführen oder daraus entnehmen, so wird von einem offenen System gesprochen. Ein Suppentopf wäre ein offenes System, dem man ja immer noch eine Prise Salz als Materie oder über die Herdplatte (folglich aus der Umgebung des Suppentopfes) etwas mehr Energie in Form von Wärme zuführen kann. Kocht man dagegen die Suppe in einem Schnellkochtopf, so haben wir es mit einem geschlossenen System zu tun. Nach Beginn des Kochvorganges ist bei geschlossenem Deckel keine weitere Materiezufuhr mehr möglich.

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